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Die vier Prinzipien der Analytischen Steinheilkunde
Die Analytische Steinheilkunde ermittelte anhand der Testergebnisse des Forschungsprojektes Steinheilkunde nun erstmals vier Grundprinzipien, die der Heilwirkung von Steinen zugrunde liegen. Ihren Erkenntnissen zufolge entsteht die Gesamtwirkung eines Steins aus speziellen Eigenschaften der Mineralfarbe, der im Stein enthaltenen Mineralstoffe, der Kristallstruktur eines Minerals und der Charakteristik seiner Entstehungsweise. Für jede dieser vier Eigenschaften finden sich Entsprechungen in der menschlichen Natur, so daß anhand dieser Prinzipien für einen bestimmten Menschen in einer bestimmten Situation bei einem bestimmten Problem oder einer bestimmten Krankheit genau der passende Heilstein ermittelt werden kann. Die Analytische Steinheilkunde ist damit ein sehr präzises Instrument zur Diagnose und Therapie mit Steinen.
Die Farbe
Das erste Augenmerk - wie könnte es anders sein - richtete sich auf das Phänomen der Farbe. Als offensichtliche Eigenschaft der Mineralien und Edelsteine lag es nahe, eine Verbindung der beobachteten Heilwirkungen zur jeweiligen Farbe des Steins zu suchen. Und diese Verbindung war ebenso leicht zu finden. So fiel sehr schnell schon auf, daß der »warme« oder »kühle« Charakter bestimmter Farben sich tatsächlich auch in »wärmenden« oder »kühlenden« Wirkungen des betreffenden Steins äußert. Warme Farben wie Rot, Orange und Gelb wirken anregend, belebend, Blutdruck steigernd und Fieber treibend, kalte Farben wie Grün, Blau und Violett dagegen beruhigend, entspannend, Blutdruck und Fieber senkend.
Doch nicht nur das, auch die Stimulation bestimmter Organe und Systeme durch Mineralien bestimmter Farben konnte beobachtet werden:
Rot stimulierte Blut und Herz, Orange den Kreislauf, Gelb die Verdauung, Grün Leber und Galle, Blau den Wasserhaushalt und Violett Lunge, Dickdarm, Haut und Nerven. Von diesen Beobachtungen ausgehend, entwickelte sich ein sehr umfangreiches Wirkungsspektrum jeder einzelnen Farbe - doch es stellten sich auch Ausnahmen ein:
Wieder begann es mit dem Lapislazuli. Trotz tiefblauer Farbe wollte sich bei diesem Stein keine Beruhigung einstellen, im Gegenteil, Lapislazuli zu tragen machte mitunter sogar heftig aufbrausend. Dieser eher cholerische Charakter war besonders bei pyrithaltigem Lapislazuli zu beobachten, was schließlich das zweite Prinzip ans Licht brachte:
Die Mineralstoffe
Pyrit ist eine Eisen-Schwefel-Verbindung, besteht also aus zwei Elementen, denen von alters her schon ein »feuriger« Charakter nachgesagt wird. Damit wurde klar, daß auch die verschiedenen Stoffe im Stein einen eigenen Beitrag zu dessen Heilwirkung leisten. Der Wirkungsvergleich verschiedener Steine mit bestimmten Inhaltsstoffen brachte es dann an den Tag:
Mineralstoffe, die in unserem Organismus wichtige Funktionen innehaben, wie z.B. Eisen für das Blut, Calcium für die Knochen oder Magnesium für die Muskeln, fördern die Aufnahme und den Stoffwechsel dieser Stoffe und somit auch die damit verknüpften Vorgänge im Körper. Mineralstoffe, die jedoch giftig für unseren Organismus sind, wie Chrom (Entzündungen), Nickel (Allergien) oder Vanadium (degenerative Prozesse), regen dagegen die Entgiftung und Ausscheidung schädlicher Stoffe an und lindern so genau jene Symptome, die sie bei einer Vergiftung hervorrufen würden. Hier gilt also das bekannte Prinzip »Ähnliches heilt Ähnliches«.
Damit waren zwei wesentliche Prinzipien entdeckt, doch noch immer blieben Fragen offen: Zum einen gab es die Beobachtung, daß bestimmte Steine trotz bekannter Wirkung nur bei bestimmten Menschen helfen; zum anderen orientierten sich persönliche Vorlieben und Abneigungen oftmals weder an der Farbe noch an bestimmten Stoffen - stattdessen kam eine dritte Komponente ins Spiel:
Die Kristallstruktur
Es stellte sich heraus, daß die innere Ordnung eines Minerals, das sogenannte Kristallgitter mit bestimmten Ordnungssystemen, Verhaltensmustern und Charakterzügen des Menschen in Resonanz steht. Heilsteine können nur dann auf allen Ebenen wirksam werden, wenn hier eine gewisse Übereinstimmung existiert. Die Kristallstruktur bezieht sich also nicht auf ein bestimmtes Leiden, sondern auf den ganzen Menschen, wie er sich in seinem persönlichen Lebensstil offenbart. Dieses dritte Prinzip beantwortete die Frage, »bei wem« ein bestimmter Stein wirksam wird.
So entspricht das wohlgeordnete, nach dem Quadrat strukturierte Kristallgitter kubischer Mineralien einem ebenso wohlgeordneten bis starren Lebensstil, der in extremer Ausprägung nicht umsonst auch »kleinkariert« genannt wird oder unbelehrbare »Quadratschädel« hervorbringt. Umgekehrt entsprechen amorphe (= gestaltlose, unstrukturierte) Mineralien einem spontanen, flexiblen Lebensstil mit großem Hang zum Chaos.
Genau sieben verschiedene Kristallstrukturen kennt das Mineralreich, die amorphen Steine hinzugerechnet sind es acht verschiedene Möglichkeiten, denen ebenfalls acht Charaktertypen beim Menschen entsprechen. Dieses Prinzip hat sich inzwischen als eines der wichtigsten für die Analytische Steinheilkunde erwiesen, da es genau differenzieren hilft, welcher Stein zu welchem Menschen am besten paßt. Verschiedene verdauungsfördernde Steine wie z. B. gelber Fluorit (kubisch) oder Bernstein (amorph) lassen sich auf diese Weise treffsicherer anwenden, als wenn man blindlings auf bloßes Ausprobieren angewiesen wäre.
Doch damit nicht genug: Ein viertes Prinzip gesellte sich schließlich zu den dreien noch hinzu, welches die Wahl und Anwendung des richtigen Steins abrundet:
Die Entstehung des Steins
»Wie die Steine wachsen, so wirken sie!« ist ein Sprichwort, das inzwischen in der Steinheilkunde große Bedeutung hat. »Werdend sollt Ihr die Dinge betrachten«, mahnte schon Goethe, und vieles läßt sich tatsachlich nur verstehen, wenn man nicht nur das Endprodukt betrachtet, sondern die ganze Entwicklung verfolgt. So auch bei den Steinen:
Die anregende Wirkung des Chalcedons auf den Flüssigkeitshaushalt des Körpers erklärt sich z.B., wenn man weiß, daß Chalcedon aus wäßrigen Kieselsäurelösungen entsteht, die durch Spalten und Risse des Gesteins hindurchsickern, um sich in größeren Adern oder Hohlräumen zu sammeln. Dort bildet sich dann durch allmähliches »Eindicken« und Austrocknen der Kieselsäure der Chalcedon. Analog dazu mobilisiert Chalcedon die Gewebsflüssigkeit, die sich dann in der Lymphbahn sammelt und von dort zurück ins Blut fließt - er hilft also z.B. bei Wassereinlagerungen im Gewebe. Da er also die Lymphe anregt, erweist sich Chalcedon auch als immunstärkender Stein. Ein Stein ist also das vollkommene Abbild seiner Entstehung - das gilt für mineralogische Eigenschaften ebenso wie für heilkundliche Qualitäten.
Als grundlegende Bildungsprinzipien bei der Entstehung von Steinen gibt es nun drei wesentliche Prozesse: Steine und Gesteine können aus Magma, der flüssigen Gesteinsschmelze des Erdinneren entstehen; sie können durch Verwitterung und Ablagerung (Sedimentation) entstehen oder durch eine Metamorphose, eine »Gestaltwandlung« unter Druck und Hitze gebildet werden. Der letztere Vorgang kann bei der Einwirkung zu großer Hitze schließlich auch zur Schmelze führen, wodurch erneut Magma entsteht.
Auf diese Weise gliedert sich das Werden und Vergehen von Gesteinen und Mineralien in drei Phasen: Den Beginn, quasi die Geburt des festen Gesteins aus dem Magma heraus (magmatische Bildung), die fortwährende Veränderung durch Verwitterung und Ablagerung (sedimentäre Bildung) oder die Wandlung kurz vor der Schmelze (metamorphe Bildung). Auch Gesteine durchlaufen also einen Kreislauf mit Anfang, Entwicklung und Ende, der sich jedoch in Zeitdimensionen von Jahrmillionen vollzieht. Genau aus diesem Grund können wir bei Steinen jede einzelne dieser Phasen in Ruhe studieren und erleben. Denn je nach Bildungsweise regen Steine auch bei uns ganz bestimmte Entwicklungsschritte an:
Magmatisch gebildete Steine fördern uns in Startphasen des Lebens, sie helfen, Ideen zu verwirklichen und Anfangsschwierigkeiten zu überwinden. Durch Sedimentation gebildete Steine helfen dagegen, sich selbst oder begonnene Projekte weiterzuentwickeln. So wie sie selbst durch Umwelteinflüsse gebildet wurden, so helfen sie auch, in Auseinandersetzungen mit der Umwelt zu bestehen und daraus zu lernen. Metamorphe Steine ermöglichen schließlich, Begonnenes zu beenden, offene Zyklen zu schließen oder auch Verluste u.a. zu verarbeiten. - Das richtige Bildungsprinzip zu beachten bedeutet daher für die Analytische Steinheilkunde, auf die aktuelle Lebenssituation einzugehen und jenen Stein zu wählen, der zum gegenwärtigen Zeitpunkt optimal paßt. Auf diese Weise lassen sich auch die geistigen Hintergründe von Krankheiten, Schwierigkeiten und Problemen besser erfassen und in eine Behandlung einbeziehen.
Dank dieser vier Grundprinzipen lassen sich die oftmals komplexen Heilwirkungen von Mineralien, Edelsteinen und Gesteinen sehr einfach erfassen, verstehen und anwenden. Im Grunde gibt jedes Prinzip die Antwort auf eine bestimmte Frage:
Farbe: Wo und wie wirkt der Stein?
Mineralstoffe: Was bewirkt der Stein?
Kristallstruktur: Bei wem wirkt der Stein?
Entstehung: Wann (in welcher Situation) wirkt der Stein?
Werden all diese Prinzipien bei einer Beratung oder Behandlung genau erarbeitet, so ergibt sich treffsicher ein bestimmter Stein für einen bestimmten Menschen in einer bestimmten Situation und bei einem bestimmten Leiden oder Problem. Die Analytische Steinheilkunde erfordert gründliches Recherchieren, belohnt dafür jedoch mit einer sicheren Wahl ohne Eventualitäten. Detaillierte Informationen hierzu bietet »Die Steinheilkunde« von Michael Gienger.
Doch nicht nur in der Anwendung spielen diese vier Prinzipien eine wichtige Rolle: Die Beziehung dieser vier mineralogischen Eigenschaften zu bestimmten Wirkungen beim Menschen wirft auch ein interessantes Licht auf den energetischen Wirkungsmechanismus der Steine.
Quelle: Cairn Elen Lebensschule, Steinheilkunde, Ein Leitfaden Verlag NEUE ERDE |